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16.12.2009

„Blockheizkraftwerk des Jahres 2009“ steht im Maritim Berghotel Braunlage
Zum neunten Mal verlieh Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) und Zeitschrift Energie & Management begehrte Branchenauszeichnung

Berlin, 16.12.2009 Als „Blockheizkraftwerk (BHKW) des Jahres 2009“ wurde das BHKW des Maritim Berghotels Braunlage im Harz in Berlin ausgezeichnet. Investor ist die Essener favis GmbH. Sie betreibt die Anlage mit 130 Kilowatt elektrischer und 201 Kilowatt thermischer Leistung für das Hotel als Contractor. Hersteller ist die Sokratherm GmbH & Co.KG Energie- und Wärmetechnik aus Hiddenhausen. Der B.KWK und die Zeitschrift „Energie & Management“ verliehen den Preis dieses Jahr bereits zum neunten Mal. Zur Auswahl standen wieder die elf „BHKW des Monats“, die „Energie & Management“ in den Ausgaben von Januar bis November vorgestellt hatte.

„Gepunktet hat das diesjährige Sieger-BHKW durch seine wirtschaftliche Auslegung mit nahezu vollständiger Eigenstromnutzung, das beispielgebende Contracting-Konzept sowie die erwartete Multiplikatorwirkung auf KWK-Standorte, die ebenfalls modernisieren wollen oder neu planen“, begründete Adi Golbach vom B.KWK die Entscheidung der Jury. Kriterien waren außerdem Kreativität, energetische Kennzahlen, Einbindung, Wirtschaftlichkeit und – nicht zuletzt – Umweltschonung. „Die spezifischen CO2-Emissionen mit 230 Gramm pro Kilowattstunde Strom liegen um 37 Prozent unter denen eines modernen Gaskraftwerks ohne Wärmenutzung“, rechnete Dr. Jan Mühlstein von Energie & Management vor. Dies erreicht die Anlage mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 35 Prozent und einem Gesamtnutzungsgrad des Brennstoffs von 91 Prozent.

Das BHKW des im Harzer Wintersportgebiet gelegenen Hotels mit 309 Betten, Schwimmbädern und Spa-Bereich soll mindestens 6 000 Vollastbenutzungsstunden im Jahr laufen und damit rund 40 Prozent des Wärmebedarfs decken. Die Zusatzwärme liefert der vorhandene Gaskessel. Als 2006 das alte BHKW nach fast 80 000 Betriebsstunden ausgedient hatte, erschien weder der Austausch noch eine Generalüberholung des alten Moduls wirtschaftlich. Dass sich das Hotel jetzt für die Investition entschied, ist auch auf das seit dem 1.1.2009 geltende novellierte Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) 2009 zurückzuführen. Nach diesem Gesetz erhalten auch Bestandsanlagen bei Modernisierung oder Einbau von Ersatzanlagen, die ab 1.1.2009 bis 31.12.2016 wieder in Dauerbetrieb genommen worden sind, den KWK-Zuschlag für den gesamten erzeugten – also auch den selbst verbrauchten – Strom. „Diese Verbesserung gegenüber dem alten Gesetz ist maßgeblich der Überzeugungsarbeit des B.KWK gegenüber der Politik zu verdanken“, betonte Golbach. So amortisiere sich die Netto-Investition von 140 000 Euro im Harz bereits in etwa fünf Jahren, ein leuchtendes Beispiel für jedes Hotel in Deutschland.

>Artikel aus E&M


 

 

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