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Thema
KWK: klimapolitisch zweifelhaft?
Behauptung
Es ist zweifelhaft, ob KWK gemäß dem Klimaschutzziel die geeignetsteTechnologie ist. Die Wissenschaftler streiten darüber.
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Tatsache
KWK ist hinsichtlich Energieeinsparung und CO2-Einsparung bei gleichem Brennstoff der ungekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme überlegen. Hierüber sind sich alle Wissenschaftler einig. Es gibt hierzu unter Wissenschaftlern keine abweichende Meinung.
Vor einigen Monaten wurde allerdings durch einen Zeitungsartikel einer großen Tageszeitung durch die Veröffentlichung von Zahlen aus der Entwurfsfassung eines Gutachtens des IER der Universität Stuttgart für das Bundeswirtschaftministerium einige Verwirrung gestiftet. In diesem Entwurf war eine auf nicht sachgerechten Annahmen beruhende Schlussfolgerung enthalten, nämlich dass ein großer Teil der KWK in Deutschland eher negativ für den Klimaschutz sei. Diese Schlussfolgerung hat das IER inzwischen selbst zurückgezogen. Die Veröffentlichung wurde ohne Autorisierung durch das IER vorgenommen. In diesem Artikel war der gesamte Bestand an KWK-Anlagen (einschließlich der ökologisch und energetisch schlechten alten Steinkohleanlagen) mit dem Neubau optimaler GuD-Kraftwerke verglichen worden, und dies zudem noch unter Verwendung falscher Zahlen. Dieser Vergleich war grob sachwidrig. Sachgerecht ist nur ein Vergleich, der neuen GuD-Kraftwerken neue KWK-Anlagen gegenüberstellt. KWK-Anlagen sind bei gleichem Brennstoff immer überlegen.
Der Grund ist einfach: KWK nutztdie Energie aus naturgesetzlichen Gründen besser aus als die getrennteErzeugung von Strom und Wärme. Heizkessel nutzen zwar die in einem Brennstoffsteckende Wärmeenergie sehr gut aus, verschwenden aber vollständigdas in dem Brennstoff steckende Kraft-Potenzial. Kraftwerke hingegen nutzennur das Kraftpotential, verschwenden aber vollständig das Nutzwärmepotential. Erst durch die kombinierte Erzeugung in einer KWK-Anlage ist eine optimale Ausnutzung beider Nutzenergieformen möglich. Dadurch benötigt KWK weniger Brennstoff und belastet die Umwelt weniger mit Emissionen.
Dabei ist es nur eine graduellerUnterschied, ob KWK-Strom an die Stelle von Kondensationsstrom aus altenKraftwerken tritt oder mit Stromerzeugung aus hochmodernen GuD-Kondensationskraftwerken(GuD = GasUndDampfturbine) ohne Wärmeauskopplung verglichen wird. Stromerzeugung in modernen Erdgas-GuD-Großkraftwerken, kombiniert mit Wärmeerzeugung in Erdgas-Heizkesseln, benötigt im Schnitt um 15-20 % mehr Primärenergie als die Strom- und Wärmeerzeugung aus modernen, ebenfalls mit Erdgas betriebenen KWK-Anlagen und auch die CO2-Emissionen liegen im Schnitt um diesen Prozentsatz höher. Noch viel größer sind die Vorteile, wenn neue KWK-Anlagen Strom aus einem alten Steinkohlekraftwerk verdrängen (wobei es sich übrigens um Importsteinkohle handelt, denn der Absatz der deutschen Steinkohle ist gesichert, wenn auch auf einem politisch vorgegebenen, rückläufigen Pfad). Dort liegt der Primärenergieverbrauchder ungekoppelten Erzeugung durchschnittlich 60 - 70 % höher als beider gekoppelten Erzeugung. Die CO2-Emissionen sind sogar um 150 % höher.
Nur für Kohle-Heizkraftwerke ergibt sich im Vergleich zur ungekoppelten Erzeugung auf Erdgasbasis kein ökologischer Vorteil. Dies liegt aber ausschließlich am unterschiedlichen Kohlenstoffgehalt der Brennstoffe. Nimmt man hingegen den Brennstoff Kohle als gegeben an, so ist auch hier die Verwertung in einem KWK-Prozess immer deutlich effizienter als in einem modernen Kondensationskraftwerk.
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» Aufmerkenswert an der unautorisierten Veröffentlichung aus dem Entwurf des IER-Gutachtens ist allerdings,mit welchen unseriösen Methoden hier von interessierter Seite Desinformation betrieben wurde.
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