Wer wir sind und was wir wollen

Das Ziel: Klimaschutz und Ressourcenschonung durch Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in mechanische oder elektrische Energie und Nutzwärme. Sie ist das effizienteste Prinzip zur energetischen Nutzung von Brennstoffen, gleich ob fossil oder erneuerbar. Ihre wesentlich erweiterte Anwendung ist für Klimaschutz und Ressourcenschonung unverzichtbar. Verschwendung können wir uns künftig nicht mehr leisten.

Ein wachsender Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung bedeutet zugleich eine Dezentralisierung der Stromerzeugung hin zu Fernwärme-, Nahwärme- und Objektversorgungssystemen. Die damit verbundene Verlagerung der Wertschöpfung zu örtlichen Unternehmen aus den Bereichen Planung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen führt zur Einbindung des Handwerks und zur Stärkung des Mittelstandes. Dies sichert und schafft Arbeitsplätze.

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung fördert dieses technische Organisationsprinzip, unabhängig von der Art und der Größe der Anlagen, vom Einsatzbereich und vom verwendeten Energieträger. Ziel ist dabei die Effizienzsteigerung bei der Energieumwandlung zur Schonung von Ressourcen und zur Reduktion umwelt- und klimaschädlicher Emissionen. Der Verein strebt ein möglichst breites gesellschaftliches Bündnis an, das sich auch in der Mitgliedschaft und in der Zusammensetzung des Vorstandes widerspiegeln soll.

Die Vision

Maßstab für die künftige Entwicklung in Deutschland dürfen nicht länger die einseitig am Status Quo orientierten Vorstellungen über die Struktur der Energieversorgung sein, nach denen der KWK mit einem Anteil an der Stromerzeugung von 10 –12% eher eine Nischenrolle beigemessen wird. Richtungweisend sind vielmehr die Erfahrungen in den Niederlanden, Finnland und Dänemark, wo die KWK einen Anteil an der Stromerzeugung von 35-50% einnimmt.

Die jetzt noch bestehenden Widerstände gegen dezentrale Stromerzeugung als Voraussetzung für eine möglichst vollständige Nutzung der KWK-Potenziale werden über kurz oder lang Vergangenheit sein. In einigen Jahren wird es zunächst für Energieversorger, -planer und –berater, dann auch für Industrie, Gewerbe, Verwaltungen, Wohnungswirtschaft und schließlich für die breite Öffentlichkeit eine Selbstverständlichkeit sein, dass bei der Planung der Wärmeversorgung neuer Gebäude und Produktionsprozesse immer auch die Möglichkeit der gekoppelten Stromerzeugung geprüft wird.

Ebenso selbstverständlich werden bestehende Wärmeversorgungsanlagen auf ihre Eignung auf Einbindung einer KWK-Anlage hin überprüft. Durch Mobilisierung kommerzieller Interessen im Bereich Planung, Bau und Betrieb von KWK-Anlagen sowie den Abbau von administrativen Hemmnissen und Informationsdefiziten wird ein bisher in Deutschland kaum für möglich gehaltenes KWK-Potenzial erschlossen.

Die Aufgaben

Der B.KWK ist gemeinnützig. Er verfolgt seine Ziele insbesondere durch

  • den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen
  • Beseitigung von Informationsdefiziten und Verankerung des KWK-Gedankens in Politik , Fachwelt und Bevölkerung
  • Förderung des Informations- und Erfahrungsaustausches zwischen den Mitgliedern (Netzwerk)
  • Beratung und Hilfestellungen für interessierte Personen, Institutionen u.a.
  • Anregung und Förderung wissenschaftlicher und technischer Innovationen
  • Durchführung von Infotagen, Workshops und Kongressen
  • Organisation von KWK-Gemeinschaftsständen
  • Zusammenarbeit und Dialog mit anderen nationalen und internationalen Organisationen.

Wer ist zur Mitwirkung eingeladen?

  • Personen, Unternehmen und Verbände
  • KWK-Anlagenbetreiber in Industrie, Handel, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen sowie private Betreiber
  • Anlagen- und Komponentenhersteller, Installation- und Wartungsunternehmen, Ingenieurbüros, Planer, Consultants, Contractoren, Energieagenturen, Handwerksbetriebe, Installationsunternehmen
  • Stadtwerke, Stromversorger, Stromhändler, Netzbetreiber
  • Gasversorger sowie Anbieter von Kohle, Mineralöl und Biobrennstoffen
  • Banken, Finanzdienstleister, Versicherungen, Rechtsanwälte, Steuerberater
  • Wohnungswirtschaft
  • Wissenschaftliche Institute
  • Städte und Kommunen
  • Umweltverbände
  • Arbeitnehmer/innen, Betriebsräte, Politiker/innen
  • Auszubildende, Studenten/innen, Pensionäre/innen und Rentner/innen

Was bietet der B.KWK seinen Mitgliedern ?

  • Bündelung der politischen Interessen aller am KWK-Ausbau interessierten Branchen und gesellschaftlichen Gruppen
  • Zeitnahe Informationen über Fakten und Tendenzen zur Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen; Verteilung von relevanten Informationsunterlagen in elektronischer Form (E-Mail-Service)
  • Information und Beratung zu rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen der KWK
  • Netzwerk für Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern; Möglichkeit der Mitwirkung in Fachgremien des Verbandes
  • Forum für Kontakte und Kooperation zwischen den angeschlossenen Anbietern von Produkten und Dienstleistungen im Bereich KWK
  • Teilnahme an Veranstaltungen zu reduzierten Teilnahmegebühren
  • Kostenlose Einbindung in die KWK-Anbieterdatenbank auf der Internetseite des B.KWK

Gegründet am 22. Januar 2001

33 Gründungsmitglieder, darunter industrielle Anlagenbetreiber, Stadtwerke, Anlagenhersteller, Planungs-, Beratungs- und Finanzdienstleister, Energieagenturen, Gewerkschafter, Umweltverbände und wissenschaftliche Institute.