Wirtschaftlichkeit

Die Frage der Wirtschaftlichkeit einer KWK-Anlage lässt sich nicht pauschal, sondern nur im Einzelfall beantworten. Denn selbstverständlich gibt es ungeeignete Standorte, können Anlagen mangelhaft geplant, falsch dimensioniert oder fehlerhaft in ein Heizsystem eingebunden werden. Solche Fehler beeinträchtigen unweigerlich die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen oder haben deren Unwirtschaftlichkeit zur Folge. Sie sind aber keineswegs KWK-spezifisch.
Richtig ist, dass Planung und Errichtung KWK überdurchschnittlich viel Umsicht und Erfahrung erfordern. Unter dieser Voraussetzung gibt es bereits bei den derzeitigen Strom- und Brennstoffpreisen ein enormes wirtschaftliches Einsatzpotenzial. Und alle Prognosen sind sich darin einig, dass die Energiepreise tendenziell weiter steigen werden. Das kommt Effizienztechnologien wie der KWK zugute. Denn je teurer Energie wird, desto günstiger wird es, sie durch Grips einzusparen.

Konkrete Zahlen zur Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken erhebt seit Jahren das Energiereferat der Stadt Frankfurt/M. Sie werden in der Broschüre "BHKW-Kenndaten" der ASUE (www.asue.de) veröffentlicht, die bei der Stadt Frankfurt auch elektronisch als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.

zur Downloadseite der Stadt Frankfurt...

So rechnet sich eine KWK-Anlage

+ Durch Eigenerzeugung eingesparte
Strombezugskosten (jeweils pro Jahr)
+ Erlöse durch Stromverkauf ggf. einschließlich Zuschlag nach KWK-Gesetz
und vermiedenen Netznutzungsentgelten)
+ Ggf. Erstattung der Mineralölsteuer
+ Eingesparter Brennstoff im Heizkessel (Wärmegutschrift)
- Brennstoffkosten der KWK-Anlage
- Kosten für Instandhaltung

= Betriebsergebnis pro Jahr

dann entweder bei Eigenfinanzierung:
dividiert durch die Investitionskosten der Anlage
=Amortisationszeit in Jahren

oder aber bei Fremdfinanzierung:
minus Kapitalkosten pro Jahr
= jährlicher Gewinn (oder Verlust)

Sobald die Anlage amortisiert oder die Fremdfinanzierung abbezahlt ist, sinken die Kosten der Eigenstromerzeugung drastisch. Die Kosten für die im Abstand von mehreren Jahren fälligen Generalüberholungen sind bereits in den Instandhaltungskosten enthalten. Nach der Amortisation bzw. Abbezahlung der Anlage läuft diese nach praktischen Maßstäben unbegrenzt weiter und verdient über die Betriebsgewinne gutes Geld – eine hoch interessante Kapitalanlage.