KWK in der Industrie

Effizient produzieren - nachhaltig wirtschaften
In der Industrie besteht bedingt durch einen dauerhaft hohen Bedarf an Strom und (Prozess-)Wärme in vielen Branchen ein großes Potenzial für den Einsatz von hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Steigende Energiekosten und wachsender Wettbewerb sorgen dafür, dass Betriebe immer mehr Wert auf eine kostengünstige und nachhaltige Energieversorgung legen. Moderne Anlagen zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme bieten die Chance für einen enormen Effizienzgewinn. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von industriellen KWK-Anlagen wurden mit dem Ziel einer Verdopplung des KWK- Anteils bei der Stromerzeugung auf 25% bis zum Jahr 2020 deutlich verbessert. Dazu zählen insbesondere die Novellierungen des KWK-Gesetzes (KWKG) 2009 und 2012, aber auch flankierende Maßnahmen wie steuerliche Entlastungen.

Effiziente Dampferzeugung mit KWK
Besonders Brauereien, Molkereien, Fleischereien, Papierindustrie, chemische und pharmazeutische Industrie oder auch Krankenhäuser benötigen auch Dampf oder Hochtemperaturwärme. Hier bestehen Potenziale für die Kombination einer Dampferzeugung mit einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Abhängig von Leistung und eingesetztem Brennstoff kommen dabei zur Stromerzeugung Dampfturbinen oder Gasturbinen in Verbindung mit Abhitzekesseln zum Einsatz.  Aber auch die Wärme aus dem heißen Abgas von Motor-Blockheizkraftwerken lässt sich so zur Heißwasserbereitung oder Dampferzeugung nutzen.

Effiziente Kälteerzeugung mit KWK
Viele Unternehmen benötigen für ihren Betrieb und die Produktion neben der Wärme auch Kälteenergie. Ein Großteil der Kälteanlagen in Deutschland steht in der Industrie, industrieller Kältebedarf besteht im Temperaturbereich zwischen
14 °C für Prozesskühlung und Klimatisierung und –40 °C für Schockfroster und Kühltunnel. Den höchsten Anteil am Kälteverbrauch hat die Chemie- und Pharmaindustrie. Weiterer  Kältebedarf besteht vor allem in den Industriezweigen Elektro, Nahrungsmittel sowie Druck und Medien. Hier bestehen Potenziale für den Einsatz einer besonders effizienten Kälteversorgung: die Kombination einer thermischen Kältemaschine mit einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung. Bereits mit dem novellierten KWK-Gesetz 2009 hat sich die Wirtschaftlichkeit von industriellen und gewerblichen KWK-Anlagen deutlich verbessert. Thermisch angetriebene Kältemaschinen können dabei eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Je nach erforderlichem Kältebedarf stehen hier Absorptions-kälteanlagen mit verschiedenen Kältemitteln in marktgängiger Technik zur Verfügung. Die Anerkennung dieser Effizienztechnologien im Förderprogramm der nationalen Klimaschutzinitiative für gewerbliche Kälteanlagen bietet jetzt einen zusätzlichen wirtschaftlichen Anreiz. Das Impulsprogramm bietet Zuschüsse zu Beratungen und Investitionen in Modernisierungen und Neuanlagen.

Das Informationsangebot des B.KWK umfasst einen Überblick über verfügbare KWK-Technologien, Einbindungsmöglichkeiten in die bestehenden industriellen Prozesse, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.

Veranstaltungen zu KWK in der Industrie
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