KWK in der Objektversorgung

erhebliche KWK-Potenziale in den Gebäuden
Die Zahl der Heizungsanlagen in Deutschland wird mit 19,5 Millionen beziffert (Quelle: Bundesverband der Heizungsindustrie). Ein Großteil der Anlagen gilt als technisch veraltet und erneuerungsbedürftig. Damit besteht neben der Fernwärmeversorgung ein erhebliches Potenzial für einen wirtschaftlichen Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen direkt in den Gebäuden. Zu den besonders relevanten Einsatzmöglichkeiten zählen Wohngebäude, Hotels und Pensionen, Alten- und Pflegeheime, Schwimmbäder, Krankenhäuser und Gewerbebetriebe.

Die Errichtung und der Betrieb von KWK-Anlagen können grundsätzlich in Eigenregie oder durch einen Contractor erfolgen. Das Spektrum am Markt verfügbarer und zuverlässiger Anlagen sowie kompetenter Dienstleister wird immer breiter.

Förderungen und Rahmenbedingungen
Auch die Politik hat den hohen Stellenwert der KWK für die Energieeffizienz, den Klimaschutz und für die Sicherheit der Energieversorgung erkannt. Verstärkte staatliche Anreize und verbesserte Rahmenbedingungen steigern die Attraktivität von KWK entscheidend. Durch den Einbau von KWK-Anlagen können zudem die gestiegenen Vorgaben der Energieeinsparverordnung erfüllt und zusätzlich attraktive Förderprogramme genutzt werden.Auch der Umweltvorteil von Blockheizkraftwerken (BHKW) wird inzwischen in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen.

Stromnutzung
Der erzeugte KWK-Strom kann in der Regel auf einfache Weise in das öffentliche Netz eingespeist  werden.
Bei Einsatz von biogenen Brennstoffen wie Biomethan besteht für in das öffentliche Stromnetz eingespeisten KWK-Strom ein Vergütungsanspruch nach dem EEG.
Bei Einsatz fossiler Brennstoffe (Erdgas, Flüssiggas, Heizöl) sind die Netzbetreiber nach dem KWKG verpflichtet, diesen Strom abzunehmen und zu vergüten. Wirtschaftlich wird es noch attraktiver, wenn der Strom direkt im Objekt verwendet werden kann. Seit der KWKG-Novelle 2009 ist auch der selbst verbrauchte KWK-Strom förderfähig. Zusätzlich hat der Gesetzgeber die Verwendung von sogenannten Summenzählern zugelassen. Damit wurde die wichtige Voraussetzung geschaffen, auch eine BHKW-basierte Versorgung von Mietern zu realisieren, ohne dass dazu gesonderte elektrische Leitungen verlegt werden müssen.

Mikro-KWK oder stromerzeugende Heizungen
Inzwischen wurde auch mit der Markteinführung kleiner Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung mit Leistung von 1 bis 2 kWel begonnen, auch als stromerzeugende Heizungen bezeichnet. Damit jetzt steht die KWK-Technologie sogar für Ein- und Zweifamilienhäuser als interessante Heizungsalternative zur Verfügung. Technologisch kommen hier neben Verbrennungsmotoren meist Stirlingmotoren und zukünftig auch Brennstoffzellen zum Einsatz.

Virtuelle Kraftwerke mit KWK
Aktuell werden auch mit großem Interesse die Möglichkeiten, dezentrale Erzeugungsanlagen zu vernetzen sowie mit Speichern und steuerbaren Lasten zu kombinieren, untersucht. Mit sogenannten virtuellen Kraftwerken lassen sich neue Energiedienstleistungen und Vermarktungswege erschließen, sowie auch die Auslastungen der bestehenden Netze optimieren. Energieversorgern und Dienstleistern bieten sich hier Chancen zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

Veranstaltungen zu KWK in der Objektversorgung
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