B.KWK-Newsletter: Kraft-Wärme-Kopplung für den Klimaschutz

Nach der Europawahl hat auch die Bundesregierung den Klimaschutz aufgegriffen. Durch die vielen Proteste für einen Klimaschutz und ein „Nicht weiter so“ ist die Regierung unter Druck.

Klimaschutz zum Nulltarif ist nicht zu haben. Die Bevölkerung kann durch eigenes Handeln eines jeden Bürgers und auch durch Konsumverzicht zum Umbau des Energieverbrauchs beitragen.

Trotz aller Bemühungen im Bereich der Energieeffizienz werden wir die KWK in der Wärmeversorgung und zur Stabilisierung der Stromnetze benötigen. Fast alle Einsparungen führen seit Jahren nicht wesentlich zur Minderung des CO2-Ausstoß in Deutschland.

Die Wärmewende in der Gebäudewirtschaft, Industrie und im Gewerbe ist nur mit einem Energiemix möglich. Dieser Energiemix kann schnell mit Gas-KWK oder iKWK dezentral und einem Ausbau der Wärmenetze in den Ballungsräumen erfolgen.

Im Wohnungsneubau haben die erneuerbaren Energien laut dem Statistischen Bundesamt 2018 mit 47,2 Prozent die Beheizung mit Gas 43 Prozent vom Platz 1 verdrängt. Fernwärme, Öl und Strom hatten einen eigenen Anteil von 9,8 Prozent.

Um das Klimaziel für 2030 zu erreichen, mit der Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken, ist der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung auf Gasbasis notwendig.

Unsere Forderung an die Politik sind die Vereinfachung der Rahmenbedingungen für die Stromnutzung aus PV und KWK für Eigenversorgung und Mieterstrom in der Kundenanlage oder im Arealnetz. Auch ist ein verstärkter Ausbau von Wärmenetzen durch Regionalversorger, Stadtwerke und Contractoren weiter zu fördern, um den Fernwärmeanteil in der Wärmeversorgung gerade auch im Bestand zu erhöhen.

Laut der Pressemitteilung vom 04.06.2019 der dena wurden 2018 zum ersten Mal über 10 Terawattstunden (TWh) ins Gasnetz eingespeist.

Auf dem B.KWK-Kongress 2019 werden u. a. Vorträge zum Wandel der Kraft-Wärme-Kopplung und leitungsgebundenen Wärmeversorgung mit Wasserstoff sowie iKWK mit Wärmepumpe gehalten.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin-Mitte

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