Das „BHKW des Jahres 2019“ steht in Haßfurt

Innovatives Wasserstoff-BHKW erhält Auszeichnung von Wirtschaftsminister Aiwanger

Staatsminister Hubert Aiwanger übergab die Urkunde für die von Energie & Management und dem Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) ausgelobte Auszeichnung „BHKW des Jahres“ im bayerischen Wirtschaftsministerium in München am 22. Juni 2020 an die drei Projektpartner Städtische Betriebe Haßfurt, 2G Energy AG und das Institut für Energietechnik (IfE) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

Das Wasserstoffblockheizkraftwerk in Haßfurt war im Oktober 2019 zum „BHKW des Monats“ der Fachzeitschrift Energie & Management gekürt worden und hat nun auf Grundlage der Juryentscheidung des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) die Auszeichnung als „BHKW des Jahres 2019“ erhalten.

Verleihung des BHKW des Jahres 2019

Quelle: ©StMWi/E. Neureuther

Die Anlage besteht aus einem BHKW der 2G Energy GmbH dessen Leistung vom eingesetzten Brennstoff abhängig ist. Im Erdgasbetrieb sind bis zu 200 kW elektrische Leistung möglich, bei Einsatz von reinem Wasserstoff aus einem Elektrolyseur werden im Testbetrieb bisher bis 140 kW erreicht. Höhere Leistungen sind aber möglich. Das BHKW ist Teil einer Power-to-Gas-Kette mit Rückverstromung aus Windenergie. Die bei der Elektrolyse anfallende Wärme  sowie auch die Wärme des BHKWs werden in das Nahwärmenetz eingespeist, wodurch eine circa 85-prozentige Stromendnutzung des eingesetzten Windstroms erfolgt.

In seiner Laudatio lobte Claus-Heinrich Stahl, Präsident des B.KWK den Leuchtturmcharakter des Projekts. Es zeige eine hervorragende Kooperation von Betreiber, Hersteller und Wissenschaft und brächte Grundsatzwissen für die zukünftige Nutzung von Wasserstoff oder Mischgasen in der KWK. Zudem hätten die Jury die Berechnungen des Herstellers 2G Energy für den heute schon möglichen wirtschaftlichen Betrieb eines Wasserstoff-BHKW bei der Wahl überzeugt.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte bei der Urkundenverleihung, dass er die KWK für einen wesentlichen Baustein für das Gelingen einer dezentralen Energiewende hält. Das Haßfurter Projekt sei dafür ein zukunftsweisendes Beispiel:  „Überschüssiger Windstrom wird mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und die Energie so gespeichert. Das Blockheizkraftwerk verwandelt diesen grünen Wasserstoff wieder in Strom zurück. Das ist ein sinnvoller Einsatz von überschüssiger regenerativer Energie vor Ort ohne lange Transportwege“.

Den ausführlichen Bericht von Energie & Management zur Verleihung und weiteren Projektdetails finden Sie unter diesem Link.

Eine umfassende Projektvorstellung zum Beitrag von Wasserstoff-KWK im Wärmemarkt durch den Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt GmbH, Norbert Zösch, stellt der B.KWK als Impulsvortrag im Videoformat bereit.