Wirtschaftlichkeit von Biomethan-BHKW in der Praxis: Ihre Daten sind gefragt

Unter der Prämisse, dass die Wärmenetze in Zukunft grüner werden sollen, hat uns der Vorsitzende des Arbeitskreises Biomethan im Wärmemarkt Toni Reinholz die Eckdaten zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Biomethan-BHKW auf Grundlage des am 01. November 2020 in Kraft tretenden GEG und dem Referentenentwurf des EEG 2021 zur Verfügung gestellt.

Damit wir auf dieser Grundlage fundierte Aussagen und bessere Argumente in unsere Stellungnahmen für die parlamentarische Arbeit aufnehmen können, benötigen wir entsprechende Zahlen aus der Praxis. Daher bitten wir die Betreiber von Biomethan-KWK-Anlagen in der Objekt- und Arealversorgung oder Fernwärme um ihre Mitarbeit, uns diese Zahlen zu übermitteln.

Wir möchten auf dieser Datengrundlage basierend in Zusammenarbeit mit der dena eine entsprechende Kurzstudie erstellen. Auch über zur Verfügung gestellte Zahlen aus dem Bereich Biogas wären wir dankbar.

Dies sind die Eckpunkte zu denen wir Ihre Zahlen aus der Praxis benötigen:

Vergütungssatz Biomethan gemäß Referentenentwurf EEG von 17,0 ct/kWh für die Stromeinspeisung

In Bezug auf die Vergütungsfähigen Volllaststunden der Stromeinspeisung soll eine Fallunterscheidung vorgenommen werden:

  • EEG Referenz: 1314 Stunden
  • Mittel: 2500 Stunden
  • Max: 3500 Stunden

Fallunterscheidung zwischen Wärmenetzanschluss und gebäudenaher Erzeugung:

  • Gebäudenah Primärenergiefaktor für Biomethan von 0,5 und 0,7 für Biomethan im Spitzenlastkessel (§ 21 Abs. 1 Nr. 2a und b GEG)
    Für Biomethan-BHKW mit Wärmenetzanschluss Referenzwärme entsprechend § 22, Absatz 4 i.V.m. § 20 Absatz 1 und 2 auf die DIN V 18599: 2018-09 berechnen
  • Eine Fallunterscheidung sollte auch zwischen unterschiedlichen Wärmeerlösen vorgenommen werden. Hier wäre ein Minimum- und Maximalwert ausreichend. Die Höhe beider Werte ist den Experten überlassen.