Kraftvoll mit Wärmewende die Klimaziele erreichen

 

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung feiert seinen 20. Geburtstag

Heute vor genau 20 Jahren, am 22. Januar 2001 wurde in Berlin der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung gegründet. Auch wenn sich in den vergangenen 20 Jahren die technologischen, energiewirtschaftlichen und -politischen Rahmenbedingungen stark verändert haben, zeigt die Grundausrichtung des Verbandes Beständigkeit.

Damals wie heute will der B.KWK ein breites, gesellschaftliches Bündnis abbilden, dass sich für die Förderung der Technologie Kraft-Wärme-Kopplung stark macht. Das zeigt auch die Vielfalt in der Mitgliederstruktur, die von Anlagenbetreibern, Stadtwerken, und Anlagenherstellern, über Planungs-, Beratungs- und Finanzdienstleister bis hin zu Energieagenturen, Umweltverbänden, wissenschaftlichen Instituten und Privatpersonen reicht. „Wir sind der Branchenverband, der das Wissen rund um die KWK-Technologie hat und sowohl von der Politik als auch von anderen Verbänden zu seiner Expertise um Rat gefragt wird.“ so Claus-Heinrich Stahl, Präsident des B.KWK.

Zum 20. Geburtstag hat der Verband die Presseinformation zur damaligen Verbandsgründung aus dem Archiv geholt: Damals war ein Hauptziel der Verbandsarbeit, ein Gesetz für den KWK-Ausbau auf den Weg zu bringen. Mittlerweile steht das KWKG seit vielen Jahren als Instrument zur Verfügung, aber mit den letzten Novellen dieses Gesetzes und den energiepolitischen Rahmenbedingungen stehen wir mit unserer Forderung an ähnlicher Stelle wie vor 20 Jahren: Heute wie damals benötigten wir dringend klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die anstehenden Investitionen.

Änderungen im KWKG wie die kurzfristige Absenkung der Ausschreibungspflicht für KWK-Anlagen von 1 MW auf 500 kW mit Wegfall der Eigenerzeugungsmöglichkeit oder die rückwirkende Änderung der EEG-Umlagenregelung in §61 EEG sorgen dafür, dass für geplante und in Bau befindliche Anlagen die Inbetriebnahme in Frage  gestellt wird und selbst laufende Anlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden, da sie wirtschaftlich nicht mehr rentabel sind. Dies läuft den Zielen der Effizienzsteigerung, Dekarbonisierung und Flexibilisierung grundsätzlich entgegen.

“Wir sind aber überzeugt, dass es sich auch weiterhin lohnt, für gute Rahmenbedingungen der KWK zu kämpfen. Dafür ist die politische Arbeit natürlich eine wesentliche Säule unserer Verbandsarbeit”, fasst der Präsident des B.KWK motiviert zusammen.

Das Marktumfeld hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten erheblich geändert und das wird es auch weiterhin – hin zu einem netzdienlichen Verbund in der Sektorenkopplung Strom und Wärme. Für die KWK bedeutet das die Flexibilisierung der Anlagen und einen Wandel hin zu grünen Gasen. Damit finden KWK-Anlagen als Säule zur Residuallastabdeckung ihren Platz im zukünftigen Energiesystem, das getragen ist von Erneuerbaren Energien. Damit dies gelingt wünschen wir uns einen Ausbau der Quartierswärme und Fernwärmenetze derart, dass wir den Pfad zu Erneuerbaren Energien auch in der Wärmeversorgung gut beschreiten können. Außerdem braucht es die Rahmenbedingungen zum Übergang zu 100 % erneuerbaren Gasen auf dem Pfad der Machbarkeit und nicht auf dem Pfad der Brüche.