BHKW des Jahres 2025: Die innovative KWK-Anlage nutzt Grubengas für eine nachhaltige Lösung

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Urkundenübergabe an der iKWK-Anlage Camphausen: Dietmar Bies (Projektleiter Iqony Energies), Andreas Rimkus (B.KWK-Präsident), Heidi Roider (Redakteurin bei E&M), Norbert Manderla (Bereichsleiter Iqony Energies), Christoph Benard (Betriebsstättenleiter HKW Camphausen und Weiher) und Mike Barthel (Asset Manager Iqony Energies) - v.l.n.r.
Bildunterschrift: Urkundenübergabe an der iKWK-Anlage Camphausen Dietmar Bies (Projektleiter Iqony Energies), Andreas Rimkus (B.KWK-Präsident), Heidi Roider (Redakteurin bei E&M), Norbert Manderla (Bereichsleiter Iqony Energies), Christoph Benard (Betriebsstättenleiter HKW Camphausen und Weiher) und Mike Barthel (Asset Manager Iqony Energies) – v.l.n.r.

Berlin, 25. März 2026. Wie schon in den vergangenen Jahren hat eine fünfköpfige Expertenjury des B.KWK auch 2025 eine hervorragende Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung zum „BHKW des Jahres“ gekürt. Zur Wahl standen zehn Kandidaten, die in der Fachzeitschrift Energie & Management als „BHKW des Monats“ vorgestellt wurden. Gewonnen hat eine innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage der Saarbrücker Iqony Energies GmbH. Das Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der ehemaligen Grube Camphausen nutzt das anfallende Grubengas sowie die Abwärme des Grubenwassers für die Fernwärmeversorgung. Und genau an diesem Standort wurde gestern feierlich die Urkunde überreicht.

„Es ist sinnvoll, methanhaltiges Grubengas als Brennstoff zu verfeuern. So wird ein stark klimaschädliches Gas sinnvoll genutzt: Methan wirkt mehr als zwanzigmal so stark wie CO₂. Seine Nutzung im BHKW reduziert diese Wirkung erheblich. Und genau dieser Punkt gab letztlich den Ausschlag für die Jury-Entscheidung“, begründet B.KWK-Präsident Andreas Rimkus noch einmal die Auszeichnung bei der gestrigen Urkundenübergabe vor Ort.

Dabei ist der Einsatz von Grubengas technisch anspruchsvoll. Sein Heizwert ist geringer und schwankend – das erfordert speziell ausgelegte Systeme. Hier zeigt sich echte Ingenieurskunst. Ein weiterer Pluspunkt für die ausgezeichnete KWK-Anlage. Als Leuchtturmprojekt steht sie stellvertretend für viele weitere gute Lösungen – passgenau für unterschiedliche Standorte und Anforderungen. Es zeigt, wie vielseitig Kraft-Wärme-Kopplung einsetzbar ist. Sie ist die Mutter der Sektorenkopplung, weil sie Strom, Wärme und unterschiedliche Energieträger intelligent miteinander verbindet.

2020 hatte das Projekt eine Förderzusage für innovative KWK-Systeme der Bundesnetzagentur erhalten. Solche iKWK-Systeme setzen sich mindestens aus den nachfolgenden drei Komponenten zusammen: einer KWK-Anlage, einer Komponente zur Bereitstellung innovativer erneuerbarer Wärme und einem elektrischen Wärmeerzeuger. In diesem Fall ist die regenerative Wärmequelle das Grubenwasser, das eine Temperatur von 36 Grad Celsius hat. Mit einer Wärmepumpe wird es für die Wärmeversorgung nutzbar gemacht.

„Ressourcen, die sonst ungenutzt bleiben würden, werden hier sinnvoll eingesetzt. Das BHKW des Jahres zeigt, wie alle verfügbaren Energiequellen für die Energiewende erschlossen werden können“, betont Andreas Rimkus, warum KWK auch im zukünftigen Energiesystem eine wichtige Rolle spielt. „Denn die Energiewende entscheidet sich nicht im Abstrakten, sondern ganz konkret vor Ort. Dort, wo aus Ideen funktionierende Systeme werden.“

Die ausführliche Jury-Begründung und Beschreibung zum „BHKW des Jahres 2025“ finden Sie in der Gesamtübersicht aller Kandidaten inklusive des Archivs zurück bis ins Jahr 2019

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