Stellungnahme zur Neufassung der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung

Vom BMU wurden wir aufgerufen, eine Stellungnahme zum Referentenentwurf der Neufassung der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung (BioSt-NachV) bzgl. der Verwendung von Biomethan als Biomasse-Brennstoff abzugeben.

Mit dem AGFW, vedec und DENEFF-HUB haben wir gemeinsam Stellung genommen,und dabei die Zielsetzung der Verordnung, die europarechtlichen Anforderungen aus der RED II spiegelbildlich in nationales Recht umzusetzen, unterstützt. Allerdings erachten wir es für wichtig , insbesondere im Hinblick auf ein zukünftiges Wirtschaftswachstum, keine zusätzlichen neuen bürokratischen Hürden aufzubauen, die die Herstellung von nachhaltigen Brennstoffen unnötig belastet. Deshalb schlagen wir wir an einigen entscheidenden Paragraphen Anpassungen vor und dabei plädieren dabei insbesondere für die Schaffung längerer Übergangsfristen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen.

Ohne diese erforderlichen Änderungen werden Biomethan-BHKW-Betreiber ihre Anlagen zum 1. Dezember 2021 für ca. 1 Jahr abstellen müssen, um den EEG-Status der Anlagen nicht zu
gefährden. Da diese Anlagen zu 100 % in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden, fällt nicht nur die Strom-, sondern auch die klimafreundliche Wärmerzeugung aus. Letztere muss dann hilfsweise
ungekoppelt und über fossile Energieträger (z.B. über Spitzenlast-Erdgas-/Ölkessel) bereitgestellt werden. Dies gilt es im Sinne von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu vermeiden.

An einer  Stellungnahme der Deutschen-Energie-Agentur, die diese Forderung stützt, haben wir uns ebenfalls beteiligt.