Die BHKW des Monats und das BHKW des Jahres

Spitzenprojekte mit Spitzenleistungen: Best Practises mit KWK

Die Zukunft der Kraft-Wärme-Kopplung ist eng mit den Erneuerbaren verknüpft. Damit die Zukunft funktioniert, müssen schon heute die Blockheizkrafwerke, Brennstoffzellen und Gasturbinen installiert werden, die mit den Änderungen in der Gasversorgung gut zurecht kommen.

Der Umbau zu einer dezentralen Eneregieversorgung mit KWK ist nicht unbedingt einfach. Jedes Projekt hat seine Eigenheiten. Daher prämiert die Zeitung Energie & Management monatlich neue KWK-Projekte als BHKW des Monats, die besonders effizient, besonders wirtschaftlich oder besonders herausfordernd sind. Im Jahresrückblick wird aus den zwölf Monatsgewinnern zudem ein BHKW des Jahres ausgewählt.

BHKW des Monats ButtonWir stellen Ihn die aktuellen und bisherigen BHKW des Monats und das BHKW des Jahres für die vergangenen Jahre vor.

Zu den BHKWs des Monats 2022

Zu den BHKWs des Monats und des Jahres 2021

Zu den BHKWs des Monats und des Jahres 2020

Logo Energie & Management

Haben Sie einen Vorschlag für das BHKW des Monats?

Die Energie & Management freut sich immer über beispielhafte BHKW-Projekte, die Sie per Email an Heidi Roider (redaktion@emvg.de) senden können.

Die BHKW des Monats 2022

Auch 2022 werden von der Energie & Management BHKW-Projekte als BHKW des Monats ausgewählt. Aus diesen wählt der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) mit einer Jury das BHKW des Jahres 2022.

Alle BHKW des Monats 2022 präsentieren wir nachfolgend mit ihrem jeweiligen Steckbrief und dem Beitrag der E&M verlinkt als PDF.

Ein „Exot“ für höchste Flexibilität

Die „Bürger.Energie.Neckar.Enz GmbH“ hat gemeinsam mit der Energas BHKW GmbH für die Gemeinde Möglingen eine neue Heizzentrale errichtet − mit zwei Besonderheiten.

Betreiber: Bürger.Energie. Neckar.Enz GmbH (B.E.N.E.)
Anlage: BHKW von Jenbacher JMS 320 (999 kW), Abgaswärmetauscher von Aprovis, umgesetzt durch Energas BHKW GmbH Combitherm-Wärmepumpe sowie zusätzlich zur Eigenversorgung PV-Anlage und Klein-BHKW von Comuna Metall
Besonderheit: Das BHKW kann mit und ohne Wärmepumpe betrieben werden. Damit erreicht die Anlage eine hohe Flexibilität, um auf die Energiemarktpreise reagieren zu können.

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Das BHKW des Jahres 2021

Eine Jury aus Mitgliedern des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) hat in Kooperation mit der Zeitschrift Energie und Management (E&M) das BHKW des Jahres gekürt. Die diesjährige Auszeichnung ging an das BHKW des Monats Oktober, ein innovatives Holzkraftwerk in Ternitz, Österreich.

Das von der KWS Ökokraft GmbH betriebene Holzkraftwerk zeichnet sich durch die wegweisende Kombination aus Holzgas, Blockheizkraftwerk und Kohlenstoffspeicher in Form von Biokohle aus. Die CO2-neutral arbeitende Anlage erreicht 400 kW elektrische und 600 kW thermische Leistung bei einem elektrischen Wirkungsgrad von 30 % und einem Brennstoffnutzungsgrad von bis zu 92 %. Die Verfügbarkeit liegt bei 95 % bei rund 8.300 Jahresbetriebsstunden. Für Holvergasung sind das absolute Spitzenwerte.

Der Energieträger ist das forstwirtschaftliche Abfallprodukt Waldhackgut, welches zu Holzgas und Pflanzenkohle umgewandelt wird. Die Nutzung der produzierten Pflanzenkohle zur Bodenverbesserung resultiert in einer langfristigen CO2-Speicherung von 1,8 t CO2 täglich. Das BHKW ist ans Fernwärmenetz angeschlossen und dient somit zur Dekarbonisierung der Fernwärme.

Die Jury betonte, dass insbesondere das hervorragende Zusammenspeil der Anlagentechnik von 2G Energy, die intelligente Betriebsstrategie und das weitere Produkt Pflanzenkohle überzeugt hätten. Außerdem wurde die Vorbildwirkung des Konzepts zur Verwirklichung der Energiewende betont. Die Konzeption der Anlage bietet Lösungsansätze für die Planung neuer KWK-Anlagen nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Klimaneutralität. „Jury und B.KWK hoffen, dass künftig viele Holzgasanlagen die erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung unterstützen, anstatt nur Holz zu verbrennen.“

Den kompletten Beitrag der E&M finden Sie unter diesem Link.

Die BHKW des Monats 2021

2021 wurden von der Energie & Management insgesamt 11 BHKW-Projekte als BHKW des Monats ausgewählt. Aus diesen wählte der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) mit einer Jury das BHKW des Jahres 2021.

Alle BHKW des Monats 2021 präsentieren wir nachfolgend mit ihrem jeweiligen Steckbrief und dem Beitrag der E&M verlinkt als PDF.

BHKW des Monats 01/2021: Drucklufterzeugung ohne Strom

Bei der Firma Feurer werden Druckluft, Dampf und Prozesswärme hocheffizient über Druckluftheizkraftwerke (DHKW) erzeugt. Die Stromeinsparung beträgt dadurch 2,4 Mio. kWh pro Jahr.

Betreiber: Feurer Febra GmbH

Projektierer: Altairnative GmbH

Anlage: zwei DHKW mit je 170 kW Wellenleistung von Altairnative, Abhitzekessel und Schichtpufferspeicher; Gebäudeheizung wurde von Dampf auf Heißwasser umgestellt

Besonderheit: Beim Druckluftheizkraftwerk (DHKW) entsteht die Druckluft als Nebenprodukt der Wärmeerzeugung

Einsparung: 2,4 Mio. kWh Strom und 1.075 t CO2 pro Jahr

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Das BHKW des Jahres 2020

Das BHKW des Jahres 2020 kommt aus dem Juni 2020. Es handelt sich um ein BHKW mit Energiezentrale, die mit Strom- und Wärmespeicher für einen flexiblen Anlagenbetrieb intelligent gesteuert wird.

Der Betreiber, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB aus Erlangen, hat darin eine neu entwickelte, intelligente Betriebsstrategie zur Lastspitzenreduktion umgesetzt. Die Lastspitzen des Strombezugs können damit um bis zu 20 % reduziert werden, was bei Industriestromtarifen zu einem erheblich geringeren Leistungspreis führt.

Die Lastspitzenreduktion gelingt durch die optimierte Steuerung eines vor Kurzem integrierten Erdgas-BHKW in Verbindung mit einem Warmwasserspeicher mit 24 m³ und einem elektrischen Batteriespeicher mit 60 kWh. Das neue Erdgas-BHKW des Herstellers Tuxhorn mit 150 kW elektrischer und 210 kW thermischer Leistung steht seit dem Frühjahr 2020 im Keller des Fraunhofer IISB. Zusätzlich wurde ein Wärmespeicher mit 24 m³ installiert.

Am Institut wird die neue Anlage primär zur Wärme- und Stromversorgung betrieben, jedoch auch zu Forschungszwecken genutzt. Das Institut betreibt klimatisierte Büro- und Laborräume, dadurch ist auch eine Demonstrationsplattform für andere Projekte vorhanden. Zur optimalen Lastspitzenreduktion wird ein Teil der Wärmekapazität zurückgehalten, um das BHKW in den Bedarfszeiten für eine definierte Mindestdauer betreiben zu können. Zu diesen Lastspitzen wird das BHKW unabhängig vom wärmegeführten Normalbetrieb zeitlich flexibel zwangsbetrieben und die Wärme in dem 24 m³ Wärmespeicher zwischengespeichert. Dadurch lässt sich die Jahreslaufzeit maximieren und die Heizkesselbetriebszeit verringern.Die Kombination mit einem Batteriespeicher von 60 kWh ist sinnvoll, um bei Lastspitzen und gleichzeitigem BHKW-Kaltstart (während der Anlaufzeit in der Warmlaufphase von einigen Minuten bis zum Normalbetrieb) die reguläre Stromversorgung sicherzustellen.

Der durchschnittliche Gesamtwirkungsgrad betrug von Juli 2019 bis April 2020 86,5 % bei 4.813 Betriebsstunden.

Zum Beitrag der Energie und Management über das BHKW des Jahres 2020.

Zur Jurybegründung des B.KWK für die Wahl des BHKW des Jahres 2020.

Die BHKW des Monats 2020

2020 wurden von der Energie und Management 10 BHKW-Projekte als BHKW des Monats vorgestellt. Eine Kurz-Übersicht bietet die nebenstehende Datei.

Alle Anlagen präsentieren wir nachfolgend mit ihrem Steckbrief und dem Beitrag der E&M verlinkt als PDF.

BHKW des Monats 01/2020: Regenerativer Energiespeicher

Ein erweitertes Biogas-BHKW unterstützt durch seinen flexiblen Betrieb die Stabilisierung des Stromnetzes und versorgt ein Nahwärmenetz sowie eine industrielle Holztrocknung mit Wärme. Die Anlage steht bei Andreas Rohlfs im niedersächsischen Wehrbleck.

Betreiber: Rohlfs Biogas KG, Wehrbleck

Planer: Energethik Ingenieurgesellschaft mbH, Osnabrück

Anlage: Flex-BHKW von MWM für Biogasanlage mit 2 MWel und 2,3 MWth sowie Gas- und Wärmespeicher

Besonderheit: Brennstoff Biogas, die Anlage wird tageszeitlich stromgeführtund jahreszeitlich wärmegeführt

Effizienz: rund 3.800 t CO2-Einsparung gegenüber herkömmlicher Strom- und Wärmeproduktion

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