Berlin, 16. Januar 2026. Der B.KWK begrüßt, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Grundsatzeinigung zur Kraftwerksstrategie mit der EU-Kommission erzielt hat. Es gibt aber noch Änderungsbedarf. Der Fokus der Kraftwerksstrategie sollte stärker auf dezentrale Lösungen gelegt werden. Barbara Minderjahn, Hauptgeschäftsführerin des B.KWK, unterstreicht deshalb erneut den Appell des Verbands: „Wenn wir neue Kraftwerke bauen, dann müssen es KWK-Anlagen sein.“
KWK-Anlagen sind aufgrund ihrer hohen Flexibilität und hohen Effizienz unverzichtbare Bausteine der Energiewende und spielen eine zentrale Rolle bei der dezentralen Bereitstellung flexibler Kapazitäten. Sie stabilisieren als Strom- und Wärmeerzeuger den urbanen und industriellen Bereich. Dezentrale Anlagen entlasten die Netze und senken auf diese Weise die Kosten für die Energiewende. Das betrifft KWK-Anlagen in allen Leistungsbereichen.
„Für eine zukunftssichere Perspektive benötigen wir einen verlässlichen regulatorischen Rahmen. Mit Blick auf die anstehenden Reformprozesse ist es essenziell, dass ein künftiges Gebäudemodernisierungsgesetz, das Kraftwerkssicherungsgesetz sowie ein novelliertes KWKG miteinander verzahnt werden. Eine resiliente Versorgungssicherheit muss dabei an der Spitze dieses Zieldreiecks stehen und darf nicht durch gesetzliche Brüche riskiert werden“, forciert Barbara Minderjahn die anstehenden energiewirtschaftlichen Reformprozesse.
Erfreulich ist, dass der Wasserstoffumstieg in der Kraftwerksstrategie mit der möglichen Sicherung eines Differenzvertrags flexibler gestaltet werden soll, um das Risiko der Wasserstoffverfügbarkeit zu reduzieren. KWK-Anlagen sind bereits heute Wasserstoff-Ready und die KWK-Branche betreibt heute schon Anlagen mit Wasserstoff, Biomethan, Bio- oder Holzgas.
Hier geht es zur offiziellen Mitteilung des BMWE:
– https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/01/20260115-grundsatzeinigung-mit-europaeischen-kommission-ueber-eckpunkte-der-kraftwerksstrategie.html
