Wien, 16. Februar 2026. Am 25. November 2025 fand in Wien die 13. Internationale Anwenderkonferenz Biomassevergasung statt. Die Konferenz brachte Betreiberinnen und Betreiber, Technologieanbieter, Forschungseinrichtungen sowie Projektentwickler zusammen, um den aktuellen Stand und die nächsten Entwicklungsschritte der thermochemischen Vergasung von Biomasse und biogenen Abfällen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Rolle der Vergasung als Bindeglied zwischen Bioenergie, Kreislaufwirtschaft und industrieller Defossilisierung – insbesondere dort, wo erneuerbare, speicher- und transportfähige Energieträger sowie biogene Kohlenstoffquellen benötigt werden.
Die Beiträge spannten einen breiten Bogen: Von einem internationalen Statusbild (Europa, Nordamerika, China) über die Frage, welche technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Voraussetzungen für den Marktdurchbruch noch fehlen, bis hin zu konkreten Demonstrations- und Reallaboraktivitäten in Österreich. Vorgestellt wurden unter anderem integrierte Prozessketten, die Reststoffe und Abfälle zu Synthesegas und daraus zu Wasserstoff, erneuerbaren Gasen oder nachhaltigen Kraftstoffen weiterverarbeiten, ebenso wie Weiterentwicklungen in der Reaktortechnik (z. B. Mehrbett- und Wirbelschichtkonzepte sowie Elektrifizierungsansätze).
Ergänzt wurde das Programm durch industrielle Perspektiven zur Wasserstofferzeugung und durch praxisnahe Beiträge zur flexiblen Holzgasnutzung, zur Motorentauglichkeit sowie zu Betriebserfahrungen, die die Bedeutung von Gasqualität, Gasreinigung, Verfügbarkeit und robusten Betriebsstrategien hervorheben.
Der vorliegende Bericht fasst die Kernaussagen der Vorträge zusammen und ordnet sie entlang der Wertschöpfungskette – von Einsatzstoffen und Reaktorkonzepten über Gasreinigung und Upgrading bis zu Produkten und Anwendungsszenarien. Ziel ist es, einen kompakten Überblick über technologische Reifegrade, aktuelle Entwicklungslinien und zentrale Handlungsfelder zu geben und damit den Transfer von Demonstration und Betriebserfahrung in verlässliche, wirtschaftliche Anwendungen zu unterstützen.
