Tagungsunterlagen: Wärmenetze mit erneuerbaren Gasen

Berliner Energietage 2021: ASUE und B.KWK präsentieren die “Wärmenetze mit erneuerbaren Gasen”

Im Jahr 2020 enthielt das deutsche Stromnetz erstmals mehr als 50 % erneuerbare Energie. Im gesamten Primärenergieverbrauch allerdings, der auch den Wärmemarkt abbildet, beträgt der erneuerbare Anteil ganze 16,8 %. Neben der Stromwende muss ein Fokus daher auch auf die Wärmewende setzt werden, wenn die Energiewende gelingen soll. In einer gemeinsamen Veranstaltung stellten die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. (ASUE) und der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK) auf den Berliner Energietagen am 23. April 2021 heraus, wie die Wärmewende gelingen kann.

Hier finden Sie die Präsentationen der 4 Referenten zum Download:

Quartiers- und Arealversorgung mit erneuerbaren Gasen
(Claus-Heinrich Stahl, Präsident des B.KWK)

Methan-Plasmalyse zur CO2-freien Wärmeerzeugung im Hotel Moa Berlin
(Dr. Jens Hanke, Geschäftsführer der Graforce GmbH)

iKWK – Spreewasser und KWK gestalten die urbane Wärmewende in Berlin
David Weiblein, Kaufm. Geschäftsführer der BTB Berlin GmbH

Grüne Fernwärme: Erneuerbare Gase und Urban Mining in Hamburg
(Christian Heine, Kaufm. Geschäftsführer der Gasnetz Hamburg GmbH

Wärmenetze: Effiziente Versorgung mit Wärme und Kälte. Klimaneutral mit Biogas/Biomethan und Wasserstoff

Wärmenetze müssen zukünftig forciert ausgebaut werden. Denn die zentralen Gemeinschaftsanlagen sind allemal effizienter als die vielfach installierten Einzelheizungen in Wohnungen oder Einfamilienhäusern. Dabei gilt es, den Primärenergiefaktor dieser Netze über eine effiziente Stromerzeugung oder durch einen möglichst großen Anteil erneuerbarer Energien so niedrig wie möglich zu halten. Für eine versorgungssichere Ausgestaltung ist es dabei wichtig neben dem unverzichtbaren Strom aus Sonne und Wind auch übersaisonal speicherbare, molekulare Medien mit einzubinden.

An dieser Stelle entzünden sich häufig ebenso spannende wie mit Herzblut geführte Diskussionen. Auf der einen Seite wird die als Rückgrat oft zum Einsatz kommende Kraft-Wärme-Kopplung als Steigbügelhalter der fossilen Energieträger gesehen. Auf der anderen Seite betonen Vertreter der KWK, dass ihre Anlagen ohne Weiteres auch mit erneuerbaren Gasen wie Biomethan und grünem Wasserstoff und damit klimaneutral betrieben werden können.

In der mit hochinteressanten Rednern besetzten Veranstaltung wurde dargelegt, wie auf erneuerbaren Gasen basierte Lösungen zu einem Gelingen von Energie- und Wärmewende beitragen können. Ein Überblick über die zum Einsatz kommenden, marktreifen Technologien zeigt die Möglichkeiten, über die Geräteanbieter und Netzbetreiber schon heute verfügen, wenn es um den Einsatz klimaneutraler Treibstoffe geht. Aber auch die durch innovative Anlagenkonzepte gestützte Wärmende im städtischen, möglicherweise veralteten Gebäudebestand wird thematisiert. Denn nur durch den intelligenten Einsatz von CO2-freien Gasheizungen oder KWK-Anlagen mit erneuerbaren Gasen in gleichberechtigter Partnerschaft mit den Erneuerbaren Energien lassen sich verlässliche und volkswirtschaftlich sinnvolle Konzepte entwickeln.

Die als Video aufzeichnete Veranstaltung finden Sie in unserem B.KWK-TV.

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