BERLINER ENERGIETAGE 2022: Vom grauen Dauerläufer zum grünen Sprinter!

Erneuerbare KWK – ein Schwergewicht im zukünftigen Energiesystem

Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist bei YouTube abrufbar!

Am 3. Mai 2022 verfolgten etwa 100 Leute bei den Berliner ENERGIETAGEN das Programm des B.KWK Vom grauen Dauerläufer zum grünen Sprinter. „Die KWK ist für 2050 mindestens bereit“, konstatierte B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl eröffnend, bevor Frank Grewe (2G Energy AG) und Marcel Huber (SYNCRAFT GmbH) das BHKW des Jahres 2021 vorstellten. Das Holzgas-BHKW produziert neben Strom und Wärme auch Pflanzenkohle und ist damit ein System, das „über das Klimaneutrale hinaus zum Klimapositiven geht“. Dr. Klaus Payrhuber (INNIO Jenbacher) hatte moderne Wasserstoff-BHKWs zum Thema. Klar wurde, KWK-Anlagen sind H2-ready, die Verfügbarkeit von H2 in den Netzen der limitierende Faktor. Wegen der Effizienz und der Flexibilität sollte die „mit erneuerbaren Energien betriebene KWK zur Deckung der Residuallast immer Vorrang haben“, endete er.

Eine Möglichkeit, wie Quartiere ihre CO2-Bilanz verbessern können, illustrierte Christoph Zeis (Geschäftsführer EDG GmbH) am „Energieeffizienzcluster Schulzentrum Nieder-Olm“. Die Kombination aus Biomethan, hocheffizienter KWK und Energiespeicher ist Best-Practice in der Quartiersversorgung. Herr Zeis schloss mit der Forderung, dass Biomethan im KWKG bleiben müsse, um die Residuallast bestmöglich zu decken und fossile Energie zu verdrängen. Der Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke Michael Prinz erläuterte, wie die Wärmewende unter anderem durch Nutzung industrieller Abwärme gelingen kann. Das Kooperationsprojekt mit dem Metallproduzenten Aurubis wird 20.000 Haushalte mit klimaneutraler Wärme versorgen. „Wie B.KWK-Präsident Stahl so schön sagte, die KWK ist der grüne Sprinter und wir werden sie nutzen, um die Industrie-Abwärme zu veredeln“.