B.KWK überreicht Auszeichnung für das BHKW des Jahres 2020

Das BHKW des Jahres 2020 kommt aus dem Juni 2020. Es handelt sich um ein BHKW mit Energiezentrale, die mit Strom- und Wärmespeicher für einen flexiblen Anlagenbetrieb intelligent gesteuert wird.

Der Betreiber, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB aus Erlangen, hat darin eine neu entwickelte, intelligente Betriebsstrategie zur Lastspitzenreduktion umgesetzt.

B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl und E&M-Redakteurin Heidi Roider überreichten persönlich die Auszeichnung an Prof. Jörg Schulze. Bei dieser Gelegenheit gaben die Kollegen Christopher Lange und Andreas Nuß aus der Energietechnik gemeinsam mit demInstitutsleiter nähere Einblicke in die einzigartige Energieinfrastruktur am Fraunhofer IISB.

Mit dem BHKW und der Energiezentrale können die Lastspitzen des Strombezugs um bis zu 20 % reduziert werden, was bei Industriestromtarifen zu einem erheblich geringeren Leistungspreis führt.Die Lastspitzenreduktion gelingt durch die optimierte Steuerung eines vor Kurzem integrierten Erdgas-BHKW in Verbindung mit einem Warmwasserspeicher mit 24 m³ und einem elektrischen Batteriespeicher mit 60 kWh. Das neue Erdgas-BHKW des Herstellers Tuxhorn mit 150 kW elektrischer und 210 kW thermischer Leistung steht seit dem Frühjahr 2020 im Keller des Fraunhofer IISB. Zusätzlich wurde ein Wärmespeicher mit 24 m³ installiert.

Am Institut wird die neue Anlage primär zur Wärme- und Stromversorgung betrieben, jedoch auch zu Forschungszwecken genutzt. Das Institut betreibt klimatisierte Büro- und Laborräume, dadurch ist auch eine Demonstrationsplattform für andere Projekte vorhanden. Zur optimalen Lastspitzenreduktion wird ein Teil der Wärmekapazität zurückgehalten, um das BHKW in den Bedarfszeiten für eine definierte Mindestdauer betreiben zu können. Zu diesen Lastspitzen wird das BHKW unabhängig vom wärmegeführten Normalbetrieb zeitlich flexibel zwangsbetrieben und die Wärme in dem 24 m³ Wärmespeicher zwischengespeichert. Dadurch lässt sich die Jahreslaufzeit maximieren und die Heizkesselbetriebszeit verringern.Die Kombination mit einem Batteriespeicher von 60 kWh ist sinnvoll, um bei Lastspitzen und gleichzeitigem BHKW-Kaltstart (während der Anlaufzeit in der Warmlaufphase von einigen Minuten bis zum Normalbetrieb) die reguläre Stromversorgung sicherzustellen.

Der durchschnittliche Gesamtwirkungsgrad betrug von Juli 2019 bis April 2020 86,5 % bei 4.813 Betriebsstunden.

Zum Beitrag der Energie und Management über das BHKW des Jahres 2020.

Zur Jurybegründung des B.KWK für die Wahl des BHKW des Jahres 2020.

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