Blaue Wärme: Die Wärmewende beginnt.

Bisher gab es für Endverbraucher in Ballungsgebieten nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten sich wärmeseitig umweltbewusst zu versorgen. Es ist praktisch kaum möglich, Dritten und vor allem dem Verbraucher zu zeigen, welche Möglichkeiten jetzt schon bei der Wärme vorhanden sind.

Mit der blauen Wärme ist dies erstmals signifikant in Größenordnungen möglich. Nun gibt es ein neues Zertifikat für umweltfreundliche Fernwärme aus Kraft -Wärme-Kopplung (KWK): Blaue Wärme. Blaue Wärme steht für das gleichzeitige Erzeugen von Strom und Nutzwärme sowie für eine verlässliche Effizienztechnologie mit regenerativen und fossilen Brennstoffen. Sie ist ein unverzichtbarer Teil der Energiewende in Deutschland.

Kein Klimaschutz ohne Wärmewende

Die Energiewende wird oft nur als „Stromwende“ dargestellt; die gesamte Diskussion in der Energiewende vernachlässigt die Wärme. Tatsächlich entfällt aber gut die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs auf den Wärmeverbrauch. Erst danach folgen Verkehr und Strom. Über 50% der Wärme werden sektorübergreifend als Raumwärme benötigt, danach folgen Prozesswärme und Warmwasser. Die Pariser Klimaschutzvereinbarung erfordert den Ausbau erneuerbarer Energien, zugleich aber auch Anstrengungen zur dramatischen Steigerung der Energieeffizienz und zur erheblichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen.

Für Betreiber von KWK-Anlagen ist mit der Blauen Wärme nun vermittelbar, wie Kraft-Wärme-Kopplung für die Wärmewende eingesetzt wird. Durch das Zertifikat  Blaue Wärme ist es möglich, schnell und leicht klarzumachen, dass allein ihre Wärme hocheffizient ist, weil zugleich Strom, in diesem Fall Blauer Strom, produziert wird.

Ein Zertifikat für den Wärmevertrieb

Blaue Wärme ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Wärmelieferung für Wärme aus hocheffizienten KWK-Anlagen. Nach Prüfung der technischen Voraussetzungen und des Brennstoffeinsatzes können Wärmeerzeuger,  Contractoren, Stadtwerke und Wärmeversorger das Gütesiegel für die Wärmelieferung erwerben. Mit Blauer Wärme positioniert sich der Zertifikatsnehmer der Marke aktiv zur Energiewende. Ein Plus für Versorger wie Kunden gleichermaßen.

Der Strom, der während der Wärmeabnahme in KWK-Anlagen erzeugt wird, darf das Zertifikat Blauer Strom tragen. Wird genutzte Abwärme zusätzlich noch verwendet, um z. B. Sorptionskälteanlagen anzutreiben, darf diese Kälte wiederum das Zertifikat Blaue Kälte tragen.

Blaue Energie: Blaue Wärme aus BHKW COMUNA metall mit drei Wärmespeichern
Beispiel: Erzeugung Blauer Wärme

Das zentrale BHKW versorgt ein Nahwärmenetz mit umweltfreundlicher Energie. Bei fehlender Wärmeabnahme wird die Blaue Wärme in drei großen Wärmespeichern zwischengelagert.

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von COMUNA-metall Vorrichtungs- und Maschinenbau GmbH.

Blaue Wärme: Heizzentrale Lemgo Bruchweg mit BHKW, Wärmespeicher und Schmieranlage

Bild: Heizzentrale Bruchweg in Lemgo mit BHKW, Wärmespeicher und Wärmeverteilung. Mit freundlicher Genehmigung der Stadtwerke Lemgo GmbH.