DVGW-Studie: Wärmepumpen, KWK-Anlagen und Pufferspeicher ergänzen sich

Die im Auftrag des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs e. V. (DVGW) durchgeführte Studie “Ein nachhaltiger Wärmemarkt” von Frontier Economics und der RWTH Aachen zeigt, welche Möglichkeiten die gasbasierte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) als stabilisierendes Systemelement bietet.

Die KWK unterstützt dabei die Erreichung der energiepolitischen Ziele Deutschlands, die Anwendungssektoren zu elektrifizieren und hilft das Heizen sozialverträglich zu gestalten, wenn auch im Wärmebereich immer mehr elektrifiziert wird.

Die KWK-Technologie erzeugt dezentral neben Wärme auch Strom für den Betrieb der neuen elektrischen Verbraucher und kann somit die wegfallenden zentralen und gesicherten Stromerzeugungsleistungen durch Kohle und Kernkraft zumindest teilweise ersetzen. Je nach Ausbaustufe der Wärmepumpen können KWK-Anlagen die Stromnachfrage aus dem Verteilnetz um fast zwei Drittel reduzieren. “Bei geschickter Auslegung der Wärmepumpen, KWK-Anlagen und Pufferspeicher kann die Gleichzeitigkeit der Wärmeanforderung in einem Quartier optimal zu Reduktion der Spitzenlasten in einem Verteilnetz genutzt werden. Es bietet sich an, Gebäude mit höherem Wärmebedarf, wie beispielsweise Mehrfamilienhäuser, mit KWK-Anlagen auszustatten, die dann Strom für die Wärmepumpen in Einfamilienhäusern liefern“, resümiert Prof. Dr.-Ing. Dirk Müller, Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik, RWTH Aachen, Direktor des Instituts für die Modellierung von Energiesystemen, Forschungszentrum Jülich sowie Prodekan der Fakultät für Maschinenwesen an der RWTH Aachen.

Damit knüpft die Studie an die Ergebnisse der bereits 2018 veröffentlichten Kurzstudie des B.KWK des IFAM „Perspektiven der Kraft-Wärme-Kopplung in der Energiewende“ an.

Zum Download der Studie “Ein nachhaltiger Wärmemarkt” Teil 3: Eine nachhaltige Wärmewende mit dezentraler KWK und klimafreundliche Gase.

Zur vollständigen Pressemitteilung des DVGW