Energiebranche für Kreativität in der Kombination der verschiedenen Technologien!

Bei der Veranstaltung des Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK) auf den Berliner ENERGIETAGEN 2023 wurde unter dem Titel „Strom und Wärme – egal was kommt! | Kraft-Wärme-Kopplung als Garant für Versorgungssicherheit im Energiesystem“ eine Diskussion mit politischer Dimension geführt.

Die Profis auf den Gebieten KWK, Wärmepumpe, Speichertechnologie und kommunale Versorgung waren sich einig: Erneuerbare Energien bilden ein ideales Team mit Kraft-Wärme-Kopplung, oft stehe dabei aber die gesetzliche Mikroregulierung ökologisch und ökonomisch sinnvollen Anlagenkonzepten im Weg.

Joachim Maier (INNIO Jenbacher) betonte: „Wir alle wollen eine sichere und bezahlbare Versorgung mit Strom und Wärme. Das schaffen wir nur, wenn wir wirklich alle Technologien nutzen und kombinieren können, die zur Verfügung stehen. Die KWK ist ein ganz wichtiger Baustein. Ohne Wärmewende keine Energiewende.“ „Die Konkurrenz zwischen den Systemen gibt es nicht“, meinte auch Speicherspezialist Thomas Paes (Hans von Bebber) und illustrierte es wie folgt: „Die KWK ist der Bizeps, die Erneuerbaren der Trizeps und der Speicher das Skelett!“ Nur kreative, gut durchdachte und ortsangepasste Energielösungen funktionieren zuverlässig. Dr. Klaus Ramming (AGO Energie + Anlagen), Mitentwickler einer neuen Wärmepumpentechnologie, bezeichnete die Kombination von Wärmepumpe und KWK als „wirklich sehr sinnvoll“, wovon auch der Erhalt mehrerer Auszeichnungen für realisierte Projekte zeugt. Auch der Berliner Energieversorger BTB treibt die Dekarbonisierung der Energieversorgung mit Hochdruck voran und wird dieses Jahr zwei neue innovative KWK-Anlagen (iKWK) mit Flusswasserwärmepumpen in Betrieb nehmen. Dr. Tobias Bachmann (BTB) warb für eine „offene und ehrliche Diskussionen“ zum Abbau der Hürden für innovative Energiekonzepte.

Der Moderator Dipl.-Ing. Heinz-Ullrich Brosziewski (B.KWK-Vizepräsident) fragte abschließend den Gastgeber B.KWK-Präsident Claus-Heinrich Stahl, was er verunsicherten Betreibern von Nahwärmenetzen sagen würde. „Wir werden weiterhin vorzugsweise erneuerbare Brennstoffe und die dazugehörigen Netze haben und brauchen und die KWK ist die effizienteste Möglichkeit diese Brennstoffe zu nutzen“, so Claus-Heinrich Stahl.

Auf dem Podium und im Publikum wurde deutlich, was von der Politik erwartet wird: Die Strom- und Wärmeversorgung sollte gekoppelt behandelt und flexibel gedacht werden – nur so meistern wir die Energiewende!

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